Steuerung des Landesprogramms

Das Landesprogramm Berliner Familienzentren wird von verschiedenen Akteuren in unterschiedlichen Rollen begleitet und unterstützt. 

Eingebettet in den aktuellen familienpolitischen Kontext fördert die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (vormals Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft) bereits seit dem 01. Oktober 2012 den Aufbau von Familienzentren in Berlin (zunächst 24 Familienzentren). Nach der Fortschreibung und dem Ausbau des Programms in den Jahren 2014 bis 2021 werden inzwischen mehr als 4 Mio. Euro pro Kalenderjahr aus dem aktuellen Doppelhaushalt bereitgestellt.

In regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen berät der Fachbeirat die SenBildJugFam. Er begleitet das Landesprogramm mit Empfehlungen zu grundsätzlichen, fachlichen und organisatorischen Fragen. Der Fachbeirat wird von der SenBildJugFam eingeladen und besteht aus Vertretungen der LIGA, der bezirklichen Jugendämter und weiteren Akteuren, die dem Programm zugewandt sind.

Die zwölf Berliner Jugendämter begleiten die jeweiligen im Bezirk geförderten Familienzentren bei deren Aufbau und der Programmumsetzung. Die Jugendämter sind ein wichtiger Partner im Aufbauprozess und geben den umsetzenden Trägern Hilfestellung bei der Einbettung der Angebote in die jeweiligen Sozialräume der Familienzentren.

Das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg hält im Auftrag der SenBildJugFam ein umfangreiches programmbegleitendes Fortbildungsangebot bereit, zugeschnitten auf die fachlichen Bedarfe der entstehenden Familienzentren. Verschiedene an den Familienzentren beteiligte Personen können, je nach Bedarfslage vor Ort, die Fortbildungsmodule besuchen. Ebenfalls wird für die Koordinatorinnen und Koordinatoren der Familienzentren ein regelmäßig stattfindendes Coaching angeboten.

Die Stiftung SPI stellt im Auftrag der SenBildJugFam die Servicestelle Berliner Familienzentren zur fachlich-inhaltlichen und finanztechnischen Koordinierung und Begleitung der Familienzentren. Darüber hinaus werden für die 45 geförderten Familienzentren durch die Servicestelle im Programmverlauf Workshops angeboten, die konkret umsetzungsbezogene Programmthemen aufgreifen.

Im Rahmen der Evaluation wurde insbesondere untersucht, welche Ergebnisse mit der Förderung in den 24 Sozialräumen der 2012 gestarteten Familienzentren erzielt wurden. Es wurde betrachtet, ob der Förderansatz des Landesprogramms dazu geeignet ist, die Angebotsinfrastruktur sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung der familienunterstützenden Einrichtungen im Sozialraum zu verbessern, eine höhere Anzahl von Familien mit jüngeren Kindern zu erreichen und die Erziehungskompetenzen von Eltern zu stärken. Zu diesem Zweck wurden exemplarisch Interviews mit den Koordinationen von Familienzentren und Kooperationspartnern im Sozialraum sowie Gruppendiskussionen mit pädagogischen Fachkräften und Nutzerinnen und Nutzern durchgeführt.
Im Vordergrund der wissenschaftlichen Begleitung stand die sozialräumliche Wirksamkeit der Angebote, die Erfahrungen und die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer sowie die Qualität der Umsetzung des Gesamtprogramms.
Den Bericht der Evaluation finden Sie hier.

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